Direkt gegenüber dem S-Bahnhof Lichtenrade erblickt man die alte Mälzerei, die uns so erscheint, als ob sie sich im Dornröschenschlaf befindet. Das 1898 erbaute Gebäude hat eine Höhe von 35 Metern und ist damit eines der gut sichtbaren Wahrzeichen von Lichtenrade.

Erbaut wurde die Anlage nach den Plänen des Regierungsbaumeisters Wilhelm Walter.

Ursprünglich diente sie zur Herstellung von Malz, das zum Bierbrauen verwendet wird. Doch nach dem Ersten Weltkrieg war es mit dem Mälzen in Lichtenrade vorbei. Hauptgrund hierfür war die Rationierung des Getreides. Der Weiterbetrieb lohnte sich nicht mehr.

Die Nebengebäude wie z .B. der Pferdestall und das Maschinenhaus wurden abgerissen. 1933 wurde das Haupthaus von der Wehrmacht beschlagnahmt und diente bis 1945 als Lebensmittellager.

Seit 1984 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Es wird heute noch als Lagerhaus genutzt, dient aber auch als Veranstaltungsort für Kinovorstellungen und Konzerte.

„Hopfen und Malz, Gott erhalt`s.“

Alte Mälzerei in Lichtenrade